Stipendien – der lange Weg zum Glück

Man muss staunen, was man so alles über Stipendien herausfinden kann. Es gibt Stipendienführer in Buchform, als CD-Rom oder als Datenbank im Internet. Doch zunächst einmal sollte man sich ganz genau überlegen, wofür man sein Stipendium eigentlich benötigt und sich dann gezielt über die Vergaberichtlinien erkundigen. In den seltensten Fällen kann man ohne eigene Bewebung ein Stipendium erhalten, sondern wird vorgeschlagen. Vor die Stipendienvergabe hat man in der Regel die Suche nach geeigneten Trägern gestellt – und hat man endlich einen Passenden gefunden, geht es an das Ausfüllen endloser Fragebögen.

Konkurrenz bei Stipedienbewerbungen sehr hoch

Doch die Mühe lohnt sich! Obwohl man auch bei Stipendien mit einiger Konkurrenz rechnen muss, hat man eine Chance, wenn man die gewünschten Vorgaben erfüllt und sein Projekt gut darstellen kann. Man sollte sich dafür viel Zeit nehmen und sich ausreichende Gedanken machen, denn Oberflächlichkeit ist hier nicht angebracht. Eine optisch gut präsentierte Dokumentation mit ausführlicher Beantwortung der gestellten Fragen sowie eine verheißungsvolle Biografie sind oft schon die halbe Miete. Es gibt Stipendien für Auslandsaufenthalte in allerlei Berufssparten, spezielle Studien- und Forschungsstipendien für die verschiedensten Fachbereiche und Gelder für künstlerische Projekte. Viele Projekte hätten ohne Stipendiengelder überhaupt nicht realisiert werden können. Man sollte sich jedoch klar machen, dass die meisten Stipendien sich an hoffnungsvolle Nachwuchskräfte richten oder hauptsächlich für Projekte vergeben werden, die besonders innovativ, hochwertig oder karrierefördernd sind. Falls man studiert, sollte man seinen Professor fragen, ob man seiner Ansicht nach mit einem bestimmten Projekt für ein Stipendium geeignet ist und welchen Träger er vorschlägt.

Vorrecherche bringt Licht ins Dunkel des Stipendien Dschungels

Die Anzahl der Vergabestellen für Stipendien ist mittlerweile hoch, wie man im Internet leicht feststellen kann. Viele werden von kleinen und kleinsten Stiftungen vergeben, von denen man nichts weiß, bis man sie zufällig findet. Ohne eine systematische Suche oder Empfehlungen steht man vor einem wahren Dschungel an Möglichkeiten. Auch die Bundesregierung hat ein Stipendienprogramm für besonders Begabte eingerichtet. Viele Autoren aus der deutschen Literaturszene hangeln sich heutzutage von Stipendium zu Stipendium, weil sie mit ihren Büchern kaum noch etwas verdienen können. Wer sich als Literat versteht, will keinesfalls Verbrauchsliteratur schreiben. Ohne Stipendien geht hier oft gar nichts… An die Vergabe der Stipendiengelder sind oft bestimmte Bedingungen geknüpft – beispielsweise eine Abschlussausstellung, regelmäßige Berichte, eine Publikation der Ergebnisse oder ein Vortrag nach Beendigung des Projektes. Die Geber der Stipendien wissen aber in der Regel, dass der Stipendiat sich dem eigentlichen Inhalt seines Projektes widmen möchte und halten die Bedingungen für Stipendien in angemessenen Umfang.

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