Universität

Universität – ein eigenständiges Universum Für viele Bundesbürger ist eine Universität etwas Erhabenes und stellt ein geheimnisvolles Universum dar, das sie niemals betreten werden. Man spricht mit Hochachtung von jenen, die einen Abschluss gemacht haben und nun einen Dipl. Ing oder Doktortitel tragen dürfen. Vorurteilsbeladene Blickwinkel gehen davon aus, dass an der Uni junge Leute herumlungern, die zu faul zum Arbeiten sind und sich einen schönen Lenz machen. In der Realität hat man als Student einer Universität die Freiheit, etwas zu lernen, eine entsprechende Karriere zu machen oder auch nicht. Und damit nicht jeder diese Freiheit auskosten kann, gibt es für die meisten Fächer Studienplatzvergaben nach Numerus Clausus und harte Prüfungsregeln. Die Durchfallquote beispielsweise in BWL oder Jura bereinigt die Sache recht schnell. In anderen Fächern ist die Zahl der Studienabbrecher unterschiedlich hoch. Man bricht sein Studium ab, weil man falsche Vorstellungen von seinem Studium hatte, weil die späteren Berufschancen oft nicht angemessen ausgelotet wurden oder die finanziellen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Auch persönliche und familiäre Gründe oder Überforderung können eine Rolle spielen.

Flexible Organisation des Studiums

Auch wenn an der Universität meistens ein bestimmter Studienaufbau Pflicht ist, hat man sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten. Wie viel man liest, ob man Exkursionen mitmacht oder sich auch in fächerübergreifenden Kontexten Wissen aneignet, schreibt einem niemand vor. Die Universität ist der Ort, wo ein Studium stattfinden kann – aber jeder Fachbereich hat seine eigenen Regeln und ist ein eigenständiges Universum, in dem man eine Weile seinen Lebensmittelpunkt hat. Idealerweise lebt und atmet man Wissen innerhalb seines Fachgebiet, lernt neue Theorien, Menschen, Methoden und Fragestellungen kennen – und natürlich hat man auch eine Menge Spaß. Zu vielen Berufen erschließt einem nur der Besuch einer Universität den Weg. Arzt kann man ohne Universitätsstudium nicht werden, Heilpraktiker aber sehr wohl. Neben der Universität sind Fernstudienlehrgänge oder Fachhochschulen als Lehrinstitute etabliert.

Schönste und intensivste Zeit

Viele schildern die Zeit an der Universität als die Schönste und Intensivste ihres Lebens. Nichts ist Routine, alles darf in Frage gestellt werden und aus Tausenden von Möglichkeiten kann man seinen anschließenden Berufsweg definieren. Für viele ist allerdings der Schritt von der Universität ins reale Berufsleben schwierig. Zunehmend werden daher Praktika oder auf einen Beruf vorbereitende Seminare an der Universität angeboten, um den Einstieg zu erleichtern. Universitätsabgänger bestimmter Fachrichtungen können sich auf Berufsmessen informieren und werden zum Teil auch gleich angeworben. Vor dem Besuch einer Universität sollte man sich bereits die späteren Berufschancen klar machen. Hier falsche Vorstellungen zu haben, kostet einen sonst kostbare Lebenszeit.

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